© asplosh - Fotolia.com

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Wie immer um die Vorweihnachtszeit droppen unzählige Musiker Alben, die man dann schön in Geschenkpapier eingekleidet seinen Liebsten unter den Tannenbaum legen kann, wenn einem nichts besseres oder zumindest kreativeres einfällt. Das ist also nicht weiter besonders oder besonders erwähnenswert. Was allerdings einer kleinen Erwähnung bedarf, ist die Tatsache, dass passend zum christlichen Fest, auch Lady Gaga sich aus marktwirtschaftlichen Gründen diesemal relativ bekleidet und weniger lasziv als gewohnt in Positur gebracht hat, um sich für ihr neues Album-Cover abfotografieren zu lassen. man will ja nicht für einen Skandal sorgen, wenn die Cousine ihre neue Lady Gaga CD vor Omis Augen aus der Pelle puhlt und ein zuviel nacktes Fleisch zum Vorschein kommt. Dass sie dann auch noch so klingen muss wie Barbara Streisand in ihren besten Zeiten ist dann aus dieser Hinsicht schon wieder ein wenig überflüssig. So kommen die alten Weihnachtschantees zu Gehör, wenn man die neue CD dann auch noch auf der mittelalterlichen Anlage der Großeltern auflegt. Und selbst dem Opi bleibt nicht viel, woran er seine Kritik an der neumodischen Populärmusik ansetzen kann. So kommt auch das Weihnachtsalbum von Michael Bublé mit dem durchdachten Titel “Christmas” in einem sehr gefälligen Gewand daher. Das hindert diese Kitschscheibe jedoch nicht daran, in den Charts ganz weit oben ihr Dasein zu fristen. Aber die Vorbilder für diese Form des kommerziellen Ausverkaufs hat ja eine lange Tradition und selbst die Größten des Business haben sich schon mal dazu hinreissen lassen, zum Fest der Liebe einen Kassenschlager einzuspielen. Zu nennen wären da Outlaws wie Iggy Pop, der krächzende Anglizistinnenschwarm Bob Dylan aber auch Glamrockgenie David Bowie. Alle haben sie sich mehr oder weniger die rote Weihnachtsmannmütze übergestülpt und Santa Clause in die Stadt kommen lassen. Wenn die Leute es kaufen, scheinen sie es ja zu brauchen und das legitimiert dann auch wieder alles.